Was wäre, wenn Sie sich von einem Förderer etwas wünschen dürften? Diese Frage stellte die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) e.V. zusammen mit dem Rösrather Stifter Dr. Jürgen Rembold ihren 201 Mitgliedern. Die Resonanz auf diesen niedrigschwelligen Wettbewerb war groß zeigte, dass innovative Weg, Expertinnen und Experten in eigener Sache zu fragen, was ihre Ideen sind anstatt starre Fördervorgaben zu machen, ein richtiger ist. Insgesamt 32 Freiwilligenagenturen hatten sich mit ihren Wünschen auf den Preis beworben.
Sechs dieser Wünsche wurden nun vom Stifter erfüllt. Damit erfüllen die Ausgezeichneten einen wesentlichen Zweck der Dr. Rembold Stiftung: mehr Engagement wagen! Ein Preisträger ist die Freiwilligenagentur Cottbus.

Das Preisgeld gibt es für „Freiwillig in Cottbus: Reserviert für gute Begegnungen“. Bänke laden zum Verweilen ein. Die Freiwilligenagentur möchte Bänke in der Innenstadt oder in Parks belegen und benötigt dafür Hussen mit dem Slogan „Freiwillig in Cottbus“. Schnell und unkompliziert können so Menschen eingeladen werden, miteinander ins Gespräch zu kommen. Übers Jahr kann es an dieser Bank Aktivitäten wir z.B. zum Welttag des Buches eine Buchtauschaktion geben. Für die Sommer-monate gibt es die Idee „Beratungen an der Bank“ durchzuführen. Ein kleines, kostengünstiges Projekt mit trotzdem hohem Grad an öffentlicher Wahrnehmung, das gut in die Zeit passt (vgl. die Kampagne „Deutschland spricht“ des Bundespräsidenten).

Hintergrundinformationen:

Grundsätzliche Idee des Engagementförderpreises: Der Preis fördert die Umsetzung eigener Ideen von Mitarbeitenden in Freiwilligenagenturen: wie die Freiwilligenagentur bekannter werden kann, mehr Freiwillige erreicht und das Kerngeschäft stärkt – die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Das reizvolle an dem Preis ist, dass er wenig Vorgaben macht und Freiwilligen-agenturen als Experten für ihre eigene Arbeit sehr ernst nimmt.

Mitarbeitende von Freiwilligenagenturen wissen selbst am besten Bescheid über das, was Ihre Freiwilligenagentur braucht – und das passt leider oft nicht in starre Förderstrukturen. So geht viel Energie dabei verloren, die eigenen Ideen „passend“ zu machen für ein Förderprogramm oder eine Ausschreibung, die eigentlich doch nicht so richtig passt. Energie, die besser in der Förderung des Engagements der Bürgerinnen und Bürger vor Ort aufgehoben wäre.

10.000 Euro vergab die Dr. Jürgen Rembold Stiftung in diesem Jahr erstmalig exklusiv an Freiwilligenagenturen, die Mitglied der bagfa sind. Die maximale Einzelförderung betrug 3.000 Euro.

Die bagfa: Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) e.V. ist der bundesweite Dach- und Fachverband der Freiwilligenagenturen, Freiwilligenzentren, Ehrenamtsbörsen, -büros und -zentralen in Deutschland mit 201 Mitgliedern. Sie wurde im Jahr 1999 als gemeinnütziger, partei- und konfessionsunabhängiger Verein von Vertreter/innen lokaler Freiwilligenagenturen gegründet. www.bagfa.de