Freiwilligenvereinbarung

Grundsätzlich ist eine Vereinbarung mit Freiwilligen zu empfehlen.

Sie sollte folgende Themen beinhalten:

  • Name und Anschrift der/ des Freiwilligen
  • Name des Ansprechpartners der/ des Freiwilligen
  • Art und Aufgaben der ehrenamtlichen Tätigkeiten
  • Aussagen zu Aufwandsentschädigung und Auslagenersatz
  • Verpflichtung zum Stillschweigen zu vertraulichen Vorgängen und personenbezogenen Daten

In der Broschüre „Der Einsatz von Ehrenamtlichen aus arbeits-, sozialversicherungs – und steuerrechtlicher Sicht“ finden Sie Mustervereinbarungen als Vorlage.

http://www.der-paritaetische.de/publikationen/news/der-einsatz-von-ehrenamtlichen-aus-arbeits-sozialversicherungs-und-steuerrechtlicher-sicht/

 

Versicherungsschutz

Eine Haftpflicht – und Unfallversicherung durch das Land Brandenburg besteht für „all jene Ehrenamtler, Initiativen, Gruppen und Projekte, die ihre Tätigkeit in Brandenburg ausüben oder deren freiwillige Tätigkeiten von Brandenburg ausgehen (z.B. bei Exkursionen, Veranstaltungen etc.) und für die bisher kein oder kein ausreichender Versicherungsschutz besteht.“

Siehe http://ehrenamt-in-brandenburg.de/service/versicherungsschutz/

Vereine und gemeinnützige Organisationen müssen den Versicherungsschutz ihrer Ehrenamtlichen gewährleisten.

Hierzu müssen die Ehrenamtlichen namentlich und deren Aufgaben in der Organisation bekannt sein.

 

Aufwandsentschädigung

Für Ehrenamtliche mit Fluchtbiografie kann eine Aufwandsentschädigung gezahlt werden. Hierzu muss eine Vereinbarung mit dem Freiwilligen für eine Übungsleiterpauschale oder eine Ehrenamtspauschale vorliegen.

Wichtig: Informieren Sie das Sozialamt bzw. das Jobcenter, wenn der/ die Freiwillige Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder Arbeitslosengeld II bezieht. Die Aufwandsentschädigungen für Freiwillige im Arbeitslosengeld II – Bezug werden in der Anlage „Feststellung der Einkommensverhältnisse“ des Jobcenters angegeben.

Im Rahmen der Übungsleiterpauschale gem. § 3 Nr. 26 EStG können Ehrenamtliche Aufwandsentschädigungen von bis zu 2.400 € in einem Kalenderjahr steuerfrei erhalten.

Im Rahmen der Ehrenamtspauschale gem. § 3 Nr. 26a EStG können Ehrenamtliche Aufwandsentschädigungen von bis zu 720 € in einem Kalenderjahr steuerfrei erhalten.

Die Formen der pauschalen Aufwandsentschädigung können kombiniert werden.

 

Auslagenersatz

Werden tatsächlich enstandene Auslagen nachgewiesen und entsprechend erstattet enstehen keine steuerrechtlichen verpflichtungen. Zurückerstattete Auslagen sollten bei Überweisungen klar als solche gekennzeichnet sein um Verwechslungen zu vermeiden.

Erstattungsfähige Auslagen können sein:

  • Fahrtkosten
  • Verpflegungsmehrkosten
  • Kosten für Fachliteratur

 

Polizeiliches Führungszeugnis und eidestattliche Erklärung

Ehrenamtliche, die sich im Bereich der Kinder – und Jugendhilfe bzw. in der Arbeit mit Familien engagieren, müssen ein polizeiliches Fürhungszeugnis nachweisen. Für Ehrenamtliche wird dies kostenfrei erstellt. Ein entsprechendes Formular zur Beantragung finden Sie hier http://www.cottbus.de/verwaltung/gb_iii/jugendamt/kinderschutz/aenderung_des_bundeszentralregistergesetzes_-_bedeutung_fuer_die_kinder-_und_jugendhilfe.html. Dies muss von der Einrichtung ausgefüllt werden in der die ehrenamtlichen Tätigkeiten erfolgen sollen. Das erweiterte polizeiliche Fürhungszeugnis gibt Auskunft ab dem Zeitpunkt der Registrierung in Deutschland.

Einige Einrichtungen kombinieren das polizeiliche Führungszeugnis mit einer eidesstattlichen Erklärung, die von den Freiwilligen zu unterzeichnen ist. Hierfür ist eine ausführliche Erklärung und Belehrung durch eine Ansprechperon der Einrichtung notwendig. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. hat für seine Freiwilligen im Bundesfreiwilligendienst eine Vorlage erstellt, die Sie unter www.paritaetischer-freiwillige.de/fileadmin/user_upload/Fluechtlinge_im_BFD.pdf in der Anlage finden.

Grundsätzlich ist eine enge Begleitung von Ehrenamtlichen die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Ergänzung zwischen Haupt – und Ehrenamt. In dieser Zusammenarbeit sollten die Grundlagen des Kinder – und Jugendschutzes in Deutschland erklärt und geklärt werden.

 

Bescheinigung 

Eine Bescheinigung der ehrenamtlichen Tätigkeiten kann für Freiwillge ein wichtiges Dokument sein mit dem Sie Ihren Lebenslauf erweitern und gegenüber zukünftigen Arbeit – und Ausbildungsgebern Erfahrungen in der deutschen Arbeitswelt nachweisen.

Eine Bescheinigung sollte folgende Angaben beinhalten:

  • Name und Anschrift der/ des Freiwilligen
  • Name des Ansprechpartners der/ des Freiwilligen
  • Zeitraum der ehrenamtlichen Tätigkeit
  • Kurzbeschreibung der freiwilligen Arbeit
  • Stempel und Unterschrift der Einrichtung

 

Freiwilligendienste

Ein Freiwilligendienst bietet geflüchteten Menschen eine gute Möglichkeit sich in Deutschland einzuleben, Kontakte zu knüpfen, ein soziales Netz aufzubauen und sich bezüglich zukünftiger Berufswünsche zu orientieren. Sozialen Einrichtungen bietet es die Möglichkeit sich für geflüchtete Menschen zu öffnen und Ihr Angebot zu erweitern. Es können neue Zielgruppen angesprechen werden und neue Projekte umgesetzt. Für einen Freiwilligendienst wird die Arbeitserlaubnis der Ausländerbehörde benötigt, die in den meisten Fällen anstandslos erteilt wird.

Bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) engagieren sich Jugendliche zwischen 16 und 27 Jahren in einem Rahmen von 40 Stunden pro Woche in sozialen Einrichtungen für:

  • Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung
  • Seniorenzentren und Altenpflegeinrichtungen
  • Krankenhäusern
  • Schulen, Kindertagesstätten und Wohngruppen
  • Kinder – und Jugendfreizeiteinrichtungen

Sie werden durch den Träger in Bildungsseminaren begleitet. Informationen zu freien Plätzen in Cottbus und Brandenburg erhalten Sie unter http://www.freiwilligesjahr-brandenburg.ijgd.de/freiwilliges-soziales-jahr/das-team.html.

 

Der Bundesfreiwilligendienst eignet sich für:

  • Jugendliche zwischen 16 und 27 Jahren

       Sie engagieren sich in einem Rahmen von 40 Stunden pro Woche. 

  • Menschen zwischen 27 und 99 Jahren

       Sie engagieren sich in einem Rahmen von 20, 5 – 40 Stunden pro Woche. 

  • Geflüchtete Menschen zwischen 16 und 99 Jahren

       Sie engagieren sich in einem Rahmen von 20, 5 – 40 Stunden pro Woche. 

in sozialen Einrichtungen für:

  • Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung
  • Seniorenzentren und Altenpflegeinrichtungen
  • Krankenhäusern
  • Schulen, Kindertagesstätten und Wohngruppen
  • Kinder – und Jugendfreizeiteinrichtungen
  • Geflüchtete.

Sie werden durch den Träger in Bildungsseminaren begleitet. Informationen zu freien Plätzen in Cottbus und Brandenburg erhalten Sie unter http://www.bundesfreiwilligendienst-berlin-brandenburg.de/