• „Der Zusammenhalt in unserem Land ist seit 2017 stabil. Seit Corona hat er sich sogar noch verbessert. Sahen im Februar 46 Prozent der Befragten den Zusammenhalt als gefährdet an, waren es im Mai/Juni nur noch 36 Prozent. „Leute kümmern sich nicht um Mitmenschen“: Im Februar stimmten dem 41 Prozent zu, im Mai und Juni nur noch 21 Prozent.Und jetzt der Tiefschlag: Diese Wahrnehmung des Zusammenhalts, Sie ahnen es vielleicht, hat eine soziale Schieflage. Wer sozioökonomisch oder anderweitig benachteiligt ist, schätzt den Zusammenhalt geringer ein. Ein Befund, der sich jetzt verschärfen könnte:Gerade durch die Erfahrungen der aktuellen Krisensituation drohen vor allem Alleinerziehende, Migranten und Personen mit geringerer Bildung aus dem sozialen Gefüge herauszufallen. Sollte sich beispielsweise die Situation bei der Kinderbetreuung oder dem Homeschooling in nächster Zeit nicht deutlich verbessern oder gar wieder verschärfen, so geht dies vor allem zu Lasten dieser Gruppen. „(bagfa 21.8.2020)
  • Studie