In Politik und Wirtschaft verbreitet sich ein Menschenbild, das erwartet, dass sich jede Einzelne und jeder Einzelne flexibel, vorsorgend und eigenverantwortlich verhält. Hierbei greift diese neue politische Ökonomie der Aktivgesellschaft auch auf bisher bewahrte Lebensphasen über. So ist das »active aging« mittlerweile auch zu einem Teil der Fremd- und Selbstbeschreibung älterer Menschen geworden. Der Band »Leben im Ruhestand. Zur Neuverhandlung des Alters in der Aktivgesellschaft« von Tina Denninger, Silke van Dyk, Stephan Lessenich und Anna Richter untersucht den Wandel des politisch-medialen Altersbildes. Die AutorInnen konfrontieren diesen Wandel mit Erzählungen aus dem Leben älterer Menschen im Ruhestand und überführen die Befunde in eine Zeitdiagnose der alternden Gesellschaft.

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